So schreibst du Seedance 2.0-Prompts: Shot-Struktur + die 8-Elemente-Formel
2026-06-16

So schreibst du Seedance 2.0-Prompts: Shot-Struktur + die 8-Elemente-Formel

Beim Schreiben von Seedance 2.0-Prompts geht es nicht um blumige Worte, sondern um Struktur. Das Modell versteht man am besten als „multimodalen KI-Regisseur", der einen Shot in eine Raumebene (was im Bild ist) und eine Zeitebene (wie es sich über die Zeit verändert) zerlegt. Ein guter Prompt ist daher eine technische Anweisung: wer, wo, tut was, gefilmt wie, in welcher Reihenfolge. Dieser Beitrag zeigt, wie man den Textprompt nach der offiziell empfohlenen Struktur schreibt und wie VideoLens diese Struktur aus einem Referenzvideo generiert. (Nur Textprompts — multimodale Referenz-zu-Video-Generierung ist hier nicht Thema.)

I. Die 8-Elemente-Formel

Die empfohlene Formel: präzises Subjekt + Aktionsdetail + Szene/Umgebung + Licht & Farbe + Kamerabewegung + visueller Stil + Bildqualität + Beschränkungen. Lege zuerst „wer was tut" fest, dann „wo und welche Stimmung", dann „wie es gefilmt wird", und ziehe das Ergebnis schließlich mit Stil, Qualität und Beschränkungen zusammen.

ElementWas schreibenBeispiel
Subjekt2–3 stabile statische Merkmale (Kleidung/Frisur/Aussehen/Klasse)eine Frau in rotem Kleid und Strohhut
Aktionbis zu den Gliedmaßen + Umfang/Tempo/Krafthebt langsam eine Hand, senkt den Kopf
Szenedie Umgebung / Position / räumliche Beziehungein Wohnheimflur in der Dämmerung
Licht & Farbedie Licht- und Farbtonalität des Bildeswarmes gelbes Sonnenlicht durchs Fenster, weiches Licht
KamerabewegungStandardbegriffe, eine Bewegung pro Shotruhiges Medium-Tracking, langsamer Push-in
Visueller StilKunststil und Gesamtstimmungkinodokumentarisch / frisches Anime / 3D
QualitätSchärfe, Detail, TexturHD, kinoreif, weiches Licht
Beschränkungendas Ergebnis eingrenzen, Artefakte vermeidenkeine Untertitel, kein Logo/Wasserzeichen, keine Gesichtsverzerrung

II. Raum × Zeit: warum Shot-Sequenzierung

Das Modell entkoppelt Raum und Zeit intern, daher ist der ideale Prompt für ein komplexes Video eine Timeline aus Shots: Teile es in mehrere Shots auf und beschreibe jeden in der Reihenfolge der Ereignisse. Ein vages „ein Mann rennt nervös die Straße entlang, sehr kinoreif" ist weit schwächer als Shot 1 / Shot 2 / Shot 3.

Strukturiere jeden Shot nach dieser Logik: ① Kamerabewegung oder Schnitt → ② Aktion & Ausdruck des Subjekts → ③ Positions- / Raumänderung → ④ Audio (SFX / Stimme / BGM).

Laut offiziellem Leitfaden: Das Modell ist bei exakten Zeitangaben (z. B. 0–3 s) instabil. Erzwinge keine Shot-Längen — ordne mit „Shot 1 / 2 / 3" nach Ereignissen und lass das Tempo von selbst entstehen.

III. Aktion schreiben (vier Regeln)

RegelWieBeispiel
Spezifisch + quantifiziertdas Glied benennen + Umfang/Tempo/Kraftdie Hand langsam heben, den Kopf schnell drehen
Bevorzuge langsame, kleine Bewegungenvermeide Sprinten/Springen/heftiges Rollenlangsam gehen, sich natürlich setzen
Übergänge ergänzendie Bewegungen verbindende Trägheit angebenden Arm aus der Drehbewegung heraus heben
Emotion externalisierenKörperdetails statt „sehr traurig/wütend"siehe Tabelle unten

Externalisierung der Emotion — abstraktes Gefühl in filmbares Detail übersetzen:

GefühlExternalisiert als Aktion & Detail
Trauergesenkter Kopf, zitternde Schultern, gerötete Augen, Finger umklammern den Saum, Tränen in den Augen, aber sie fallen nicht
Freudeein unbändiges Lächeln, entspannte Brauen, leichte Schritte, eine kleine Drehung
Anspannung/Angstauf die Uhr schauen, mit den Fingern trommeln, schnelles Atmen, unruhiger Blick, Nägelkauen
Wutgeballte Fäuste, angespannter Kiefer, wogende Brust, messerscharfer Blick, durch die Zähne gepresste Worte
Erleichterungein langes Ausatmen, sich lösende Schultern, ein leises Lächeln, der Blick in die Ferne

IV. Kamera, Qualität und Beschränkungen

Verwende Standard-Kamerabegriffe direkt — das Modell versteht sie gut: Medium, Close-up, Wide, langsamer Push-in, ruhiger Schwenk, Locked-off. Hinweis: nur eine Bewegung pro Shot; das Kombinieren von Push/Pull/Schwenk/Tilt destabilisiert das Bild.

Das Abschluss-Trio — Qualität, Stil und Beschränkungen — zieht das Ergebnis zusammen:

TypZweckVorlage / Beispiel
Qualitätlegt Schärfe & Textur festHD, detailreich, kinoreif, weiches Licht
Stilvereinheitlicht die Art DirectionCyberpunk kühles Blauviolett, Retrofilm, frisches Anime, 3D
Beschränkungenvermeidet Artefakte & übrig gebliebene Markierungenkeine Untertitel / kein Text / kein Logo / kein Wasserzeichen

V. Audio- und Dialogsymbole

Seedance 2.0 generiert Audio und Video nativ gemeinsam; feste Symbole markieren den Informationstyp, damit das Modell ihn korrekt interpretiert:

TypSymbolBeispiel
Musik()(im Hintergrund läuft treibender Rock)
SFX<><in der Ferne bellt ein Hund>
Dialog{}{你好,世界}; bei selteneren Sprachen die Sprache angeben, z. B. auf Japanisch sage {こんにちは}
Bauchbinde【】【Kapitel 1: Aufbruch】

Ein paar Dialog-Tipps: eine Sprache pro Zeile (Eigennamen ausgenommen); das Modell liest seltene/mehrdeutige chinesische Zeichen falsch — ersetze sie durch ein gängiges Homophon (z. B. 螭龙山 → 吃龙山); und füge die Beschränkung „keine Untertitel" hinzu, wenn du keine willst.

VI. Diese Struktur mit VideoLens generieren

Das von Hand zu schreiben heißt, jeden Shot zu tippen. VideoLens macht es umgekehrt — gib ihm ein Referenzvideo, und sein Creation Assistant zerlegt es Shot für Shot und gibt Seedance 2.0-Prompts genau in dieser Struktur aus:

· verankert die wiederkehrenden Charaktere, Szenen und Requisiten als wiederverwendbare Entitäten; · generiert pro Shot einen Prompt in Shot-Reihenfolge (Kamerabewegung + Subjektaktion + Szene & Licht); · schließt mit einem Stil-Tail, der Qualität und Tonalität vereinheitlicht, und ergänzt standardmäßig „keine Untertitel, kein Logo/Wasserzeichen"; · trennt Dialog, SFX und BGM und ordnet jedes seinem Shot zu.

Kurz gesagt: Du startest nicht bei null — VideoLens liefert dir eine Shot-Liste, die du direkt anpassen kannst.

Die Prompt-Methodik in diesem Artikel ist aus ByteDances offiziellem Doubao Seedance 2.0-Prompt-Leitfaden zusammengestellt; Spezifikationen, Formulierungen und Terminologie folgen der offiziellen Dokumentation.

Ein Seedance 2.0-Prompt ist im Kern eine „Regieanweisung" auf Shot-Ebene. Sobald du die Raum- + Zeitebenen, die 8 Elemente, die Shot-Sequenzierung und die Symbolkonvention verinnerlicht hast, kannst du Prompts schreiben, die zuverlässig generieren — und wenn du dir die Handarbeit sparen willst, gib ein Referenzvideo an VideoLens und erhalte eine direkt anpassbare Shot-Liste.